Albanien

Gerd und ich sind jetzt schon eine Weile in Albanien. Das Wetter hat erst mal nicht mitgespielt. Prinzipiell ist Dauerregen ja kein Problem bei unsrer Ausruestung, aber nach 2 Tagen waren die Raeder schlammueberzogen und die Motivation leidete doch etwas. Der Grenzuebertritt nach Albanien war jedenfalls problemlos. Nur ein bisschen fuer verrueckt haben sie uns erklaert…
Dann gings weiter nach Shkoder. In Albanien sieht man extreme Gegensaetze ueberall. Die Villa neben der totalen Bauruine, der Porsche neben dem Eselkarren oder der Pferdekutsche… Die Maenner sind total offen und kommunikativ, die Frauen sehr zurueckhaltend, zumindest bis sie mich unter meiner Regenkleidung auch als Frau erkennen. Wenn ich dann meine 2-3 albanischen Vokabeln herauskratzte kann es schon mal passieren, dass mich eine Frau vor Begeisterung umarmt…

Die Kultur ist hier schon merkbar anders. Uns sind in den ersten Tagen schon einige Dinge aufgefallen. In Durres ging es Gerd ploetzlich recht schlecht und kurz darauf beschlossen wir, deswegen doch lieber ein Quartier zu suchen. Dabei trafen wir Florin, der fuer 2 Jahre in Deutschland war und die deutsche Sprache super beherrscht. Er organisierte und ein Zimmer direkt am Meer. Dieses Zimmer hat Gerd dank einer Magen-Darm-Infektion die naechsten Tage erst mal nicht verlassen, waehrend ich neben Tee und Gemuesesuppe kochen viel Zeit hatte, Florin ueber Albanien auszufragen. Und das ist wirklich spannend, denn hier ist wie gesagt schon ganz eine andere Welt.
Er hatte da auch keine Hemmungen und hat alles erzaehlt. Von der muslimischen Kultur (hier sind 70% Moslems), dem Alltag und den Problemen des Landes, von Blutrache (die hier noch hochaktuell ist), vom Zusammenleben zwischen Mann und Frau, vom Kanun (dem alten, traditionellen Gesetzen hier) und auch die eine oder andere Anektote aus seiner Zeit in Deutschland und Griechenland…
Waehrend Gerd das Bett huetete fuhr ich auch einen Tag mit Florin mit dem Minibus in die naechste Stadt und begleitete ihn bei seinen Tagesgeschaeften. Er hat hier ein Restaurant gemietet, dass in den naechsten Tagen aufmacht und muss noch organisieren, wo er seine Sachen herkriegt. Also gings zum Metzger hier (sehr abenteuerlich, oft nur unter einem Vordach direkt neben der Strasse), zum Markt, dazwischen ins Cafe, dann zum Schuhmacher, zum Elektohaendler usw

Dann gings Gerd wieder gut und nach einem weiteren Tag Schonfrist wollten wir los. Doch dann hat das ganze bei mir angefangen und der gestrige Tag war echt wirklich uebel! Details will ich euch mal ersparen… 😉 Heute hab ich nur mehr leichtes Fieber und bin wieder unter den Lebenden.

Jetzt warten wir noch ein bisschen ab und wenn nichts dazwischen kommt gehts bald wieder los.
Unser naechster planmaessiger Aufenthalt ist dann Thessaloniki, wo Verwandte von Gerd wohnen. Bis dahin sinds noch ca. 500km.
Wir freuen uns schon!

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