Leben in Bishkek II

Die Zeit in Bishkek vergeht und schoen langsam beginnen wir alle moeglichen Dinge fuer die Weiterreise zu organisieren. Da hat sich doch eine betraechtliche To-Do-Liste angehaeuft.
Daneben haben wir inzwischen unseren Alltag hier. Doch immer wieder kommen geplante und ungeplante Dinge dazwischen.

Um Weihnachten herum war es richtig kalt hier (-25 Grad) und zusaetzlich war die Gasversorgung einige Tage lang lahmgelegt. Da war gleich zu bemerken, dass auch die Stromversorgung auf eher wackligen Beinen steht. In der Zeit gab es taeglich stundenlang Stromausfaelle, in Teilen von Bishkek gab es zusaetzlich Probleme mit der Wasserversorgung.

Mit steigenden Temperaturen wurden diese Grundversorgungen wieder verlaesslicher, dennoch kommt es ab und an zu Ausfaellen. Es ergeben sich spannende Gespraeche, ob LKW-Batterien oder Diesel-Generatoren die bessere Notfall-Loesung sind…

Zu Silvester haben wir nicht gross gefeiert. Gemeinsam mit Pascal hatten wir ein nettes Dinner und stiessen um Mitternacht mit einem Glas Sekt an. Er ist ein franzoesischer Radreisender, der ebenfalls bei uns im Hostel ueberwintert. Die Feuerwerke in Kirgistan sind genauso farbenpraechtig wie in Europa. Allerdings sind sie unertraeglich laut und eine Druckwelle spuert man noch dazu. Wir haben uns lieber nicht persoenlich beteiligt…

Einmal am Sonntag lud uns unser Hostel-Besitzer Ruslan ein, auf eine 2-3 stuendige Wanderung in die umliegenden Berge mitzukommen. Gerd hatte bereits anderes vor, Pascal und ich waren aber gern dabei!

Wir fuhern hoch hinauf in den National-Park, die Berge waren schneebedeckt und auch die eventuell vorhandenen Wege kniehoch verschneit. So recht ins Wandern kamen wir also nicht, war offensichtlich auch nicht wirklich geplant.

Ich traute meinen Ohren kaum, als sich herausstellte, dass die 2-3 stuendige Wanderung 15min rumflanieren und anschliessend Schaschlik bedeutet!

In einer kleinen Holzhuette machten wir es uns gemuetlich, die Heizstrahler wurden angeworfen und an der Feuerstelle draussen brutzelten schon Spiesse und Huehnchen.

Russlan hat sogar dran gedacht, dass ich kein Fleisch esse und mir Kakao und Snikers mitgebracht.

Letzte Woche kam die Benachrichtigung von der lokalen Post, dass ein Paket fuer uns da ist. Wir warteten ja schon seit Wochen auf 2 Pakete aus Wien, eines mit Ausruestungsgegenstaenden und ein Ueberraschungspaket. Als wir die Uebernahme des Paketes unterschreiben sollten, waren wir echt verunsichert. Das ist doch viel zu klein fuer das eine Paket und viel zu gross fuer das andere!

Als ich es dann in den Haenden hatte, sah ich, dass es doch das (vermeintlich) kleine Ueberaschungspaket von Sophie und ihrer Mama war.

Aber das gibt es doch nicht! 5 kg!?! Beim Oeffnen hat es uns erst mal die Sprache verschlagen. Es war das reinste Fresspaket! 5kg Weihnachtskekse, Schokolade, Frucht-Gummis usw… 😀
Meine Hoffnung, dass das andere Paket doch noch kommt, ist damit auch gestiegen… VIELEN DANK!!!

Naechstes Wochenende laeuft Gerds und meine Aufenthaltserlaubnis fuer Kirgistan aus. Wir haben uns bereits ein neues kasachisches Visum besorgt und werden einen Wochenend-Ausflug nach Almaty unternehmen. Ich denke, es wird ein kleiner Kulturschock werden.

Die letzte wirklich moderne Stadt war Baku im Juli…

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