Im Tal der Elefanten – Kambodscha

Viele Grüße aus Kambodscha!
Als wir von Laos weiter hierher radelten, änderte sich die Landschaft bald und um uns herum waren weit und breit frisch gerodete Flächen zu sehen. Wo vor kurzem noch Dschungel war, stehen nur noch vereinzelte, verkohlte Baumriesen, alles andere ist dem „slash and burn“ zum Opfer gefallen. Bald werden hier riesige Monokulturen aus Kautschukbäumen gepflanzt. Es war deprimierend…

In Kratie liessen wir für drei Tage die Räder stehen, um mit dem Bus nach Sen Monorom zu fahren, der winzigen Provinzhauptstadt von Molondiri. Dort gibt es noch riesige, ursprüngliche Waldbestände mit großen Populationen an wilden Tieren. Auch viele wilde Elefanten leben dort, wie auch viele Arbeitselefanten, die in den umliegenden Dörfern gehalten werden.

„The Elephant Valley“ ist ein NGO Projekt, dass von dem Briten Jack Highwood ins Leben gerufen wurde, der nach seiner Mahotausbildung (Elefanten-Führer) in Thailand seinen Beitrag leisten wollte, um diese wundervollen Tiere zu schützen.

Sein Projekt hilft der lokalen Bevölkerung mit medizinischer Versorgung von Mensch und Elefant, kauft Wälder auf, die in Schutzgebiete umgewandelt werden und befreit überarbeitete und misshandelte Arbeitselefanten, indem sie dem Besitzer abgekauft oder von ihm dauerhaft gemietet werden.

Diese Elefanten, die als Jungtiere aus dem Wald geholt wurden, haben nun wieder die Möglichkeit, frei durch die Wälder zu streifen und ein naturnahes Leben zu führen. Viele müssen erst wieder lernen Elefanten zu sein, sind anfangs wasserscheu und müssen von ihren Mahouts per Hand geschrubbt werden. Doch sie lernen rasch von den anderen, sich mit Schlamm vor Insekten zu schützen und Bäume zu fällen, um an die nahrhaften Wurzeln zu kommen.

Als Besucher des Elefantentales hat man die tolle Gelegenheit, den grauen Riesen durch den Wald zu folgen und sie bei ihrer Futtersuche zu beobachten. Da sie ihr Leben lang mit Menschen zusammen waren, stört sie das nicht weiter und der eine oder andere kam sogar her, um sich von uns über den runzligen Rüssel streicheln zu lassen.

Es war echt beeindruckend!!! 🙂

Nebenher füllte uns Taka, unser Guide mit allerlei Informationen über Elefanten ab. Doch sobald einer der Elis trompetete, herkam oder im Wasser plantschte, hatte der arme Taka keine Chance…

Dennoch waren nicht nur die Elefanten selbst, sondern auch das Wandern durch den Dschungel, die Flussüberquerungen, riesigen Bäume, Vögel, Spinnen und Termitennester sehr eindrucksvoll.

Inzwischen sind wir wieder zurück in Kratie und werden in den nächsten Tagen in Richtung Phnom Pen, der Hauptstadt Kambodschas radeln.

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