Usbekistan

Jetzt sind Gerd und ich schon fast 3 Wochen in Usbekistan. Hier sind wir mit allem möglichen Verkehrsmittel unterwegs, da die Visumsdauer von 30 Tagen nicht ausreicht, um alles zu radeln, Khiva, Buchara und Samarkand zu besichtigen und in Taschkent auf die chinesische Botschaft zu gehen.
Mit LKWs und Fahrrad sind wir bis Khiva, dann weiter bis Buchara gekommen, wo wir 2 Tage Besichtigung einplanten.

Buchara – Eine orientalische Stadt wie aus dem Bilderbuch!!!
Es gab Karawansereien; historische Handelshäuser für Geld, Kopfbedeckungen und Schmuck; unzählige Madressen in denen damals alles mögliche unterrichtet wurde; viele alte Moscheen; ein Mausoleum; einen Palast und einige alte künstliche Pools, die das trockene Wüstenklima angenehmer machen.
Wir organisierten uns eine englischsprechende Studentin, die uns enorm viel über Buchara, Usbekistan und das Leben hier erzählen konnte. Wir konnten es uns kaum vorstellen, dass es hier im Winter teils -30°C hat und die Regierung dann oft auf unbekannte Dauer Gas und Strom abdreht. Viel Schnee gibt es nicht, aber eisige Stürme fegen über das Land. Die Menschen sammeln sich dann alle in großen Räumen und kochen und heizen mit Holz, doch viel gibt es davon hier in der Wüste nicht…

Am Abend dieses Tages waren wir in einem Hamam aus dem 16.Jh. Da unsere Muskeln von der üblen Ruckelpiste zwischen Tortkul und Buchara, die wir mit Lkw zurückgelegt hatten, immer noch total verspannt waren, war die Massage nach der Sauna genau das Richtige! 🙂

Am nächsten Tag wollten wir weiterradeln, doch es kam anders. In Buchara geht unter den Touristen gerade eine Infektion um und Brechdurchfall, Fieber und Magenschmerzen haben auch uns nicht verschont. Wie schon in Albanien wechselten wir uns damit ab.
Nach insgesamt einer Woche Buchara organisierten wir uns einen Minibus, der uns weiter nach Samarkand brachte, um die Zeit wieder “reinzufahren”.

Samarkand ist eine weitere historische Seidenstraßen-Stadt. Im Gegensatz zu Khiva und Buchara sind die historischen Bauten jedoch in der normalen Stadt versteut. Vom Stil her unterscheiden sich die drei Städte sehr, wir sind froh, tatsächlich alle drei gesehen zu haben! 🙂

Nächstes Ziel war Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans. Hierher kamen wir mit dem Zug, was erstaunlich problemlos und komfortabel war. Sightseeing ist nicht geplant, von Stadtbesichtigungen haben wir erstmal genug, immerhin sind wir auf einer Fahrradreise!
Dafür stehen mal wieder Botschaftsbesuche an. Wir hoffen, in wenigen Tagen unsere Chinavisa im Pass zu haben! 🙂

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